Transalpine Run 2013 – 8 Tage – 260 Km – 15.500 Hm

Oberstdorf nach Latsch – 360 Teams am Start

Team Dynafit, mit Constantin Pade & Philipp Schädler, läuft bei Transalpine Run auf den 4. Platz

Bergsprint_Tag5

 

Das Dynafit Team setzt sich zusammen aus Constantin Pade, einem Außendienst Mitarbeiter von Dynafit, und Philipp Schädler, einem Athleten aus dem Deutschen Dynafit Team. Es ist nicht nur ein sehr gut funktionierendes Team, sie verstehen sich auch außerhalb des Wettkampfes ausgezeichnet und sind gute Freunde.

Constantin und Philipp:

„Wir haben uns 2013 zum ersten Mal an den Transalpine-Run gewagt. Unser Ziel war es, gesund in Latsch anzukommen und eine „schöne“ Urlaubswoche zu haben. Ja, für uns ist das Urlaub. Natürlich wussten wir, dass wir nicht ganz langsam sein werden, aber 8 Tage in Folge zu laufen war auch für uns neu.
Als Team haben wir super funktioniert und hatten richtig viel Spaß zusammen. Klar muss man während der Etappen mal die Zähne zusammenbeißen, aber deswegen nimmt man an solchen Wettkämpfen teil. Da wir beide auch privat sehr gute Freunde sind und kein zusammengewürfeltes Profi-Team sind, war auch die Zeit neben dem Rennen entspannt und wir hatten viel Spaß. Immerhin waren wir jeden Tag schon zur Mittagszeit im Ziel und haben den restlichen Tag meistens im Hotelzimmer verbracht. Laptop auf dem Bauch, Pferdesalbe auf den Beinen und Recovery-Shakes in den Trinkflaschen.
Gore-Tex Transalpine-Run 2013. Etappe 6 von Scuol (SUI) nach St. Valentin (ITA). 37,8 km. 05.09.2013 Foto: © Lars Schneider / schneider outdoor visions

 

Im Schnelldurchgang sah der Transalpine-Run dann so aus:

Start der ersten Etappe war in Oberstdorf im Allgäu, also Heimspiel für uns. Die ersten Kilometer aus Oberstdorf hinaus geht es flach auf einer Teerstraße. Wir haben uns sicher 30 Mal gesagt, dass wir am Anfang nicht Vollgas laufen werden und uns schonen wollen. Naja, wenn man eine Startnummer trägt und der Startschuss knallt, vergisst man solche tollen Taktiken ganz schnell wieder. Also ging es gleich vom ersten Meter los, als würden wir ein 10Km-Rennen laufen… Aber wir kamen trotzdem gut durch und hatten uns relativ schnell auf dem 5. Platz eingefunden. Die Strecken der ersten beiden Etappen kannten wir schon. Das meiste zwar aus dem Winter mit 2 Latten unter den Füßen, aber immerhin wussten wir, was auf uns zukommt.

Auch an Tag 3 und 4 waren wir flott unterwegs und landeten immer zwischen den Plätzen 4 und 5. Die Podestplätze gingen immer an die gleichen 3 Teams und somit mussten wir abends nie zur Siegerehrung bleiben, sondern konnten gleich nach dem Abendessen wieder ins Bett.

Am 5. Tag gab es einen Bergsprint in Scoul (Schweiz). Viele Teams sehen das als Ruhetag, weil man „nur“ 950 Hm bergauf rennt und mit der Gondel wieder ins Tal kommt. Ob Ruhetag der richtige Ausdruck ist, wenn man 45 Minuten voll am Anschlag läuft und sich mit Tunnelblick nach oben katapultiert???

Ab Tag 6 war langsam absehbar was noch vor uns liegt: 3 Marathons. „Wird schon noch irgendwie gehen“ war unsere Motivation. Aber uns ging es wirklich noch relativ gut. Zumindest wenn man andere Teams sieht. Also weiter Richtung Reschensee und nach Sulden am Tag 7. Hier kannten wir uns wieder aus. Zwar auch nur vom Winter, aber es gibt einem trotzdem ein gutes Gefühl, wenn man ungefähr weiß wo man unterwegs ist.
Day 4 of Gortex TransApls Run 2013, 37,1km from Samnaun to Scoul
Endlich war dann der letzte Tag da. Noch einmal 40 Km, aber mit 3000 Hm bergab. Das war unsere größte Sorge. Bergauf hätten wir noch ewig laufen können, aber das Runter hat uns langsam zu schaffen gemacht. Dank der großartigen Massagen von Lissi (Merci!), Pferdesalbe und Salztabletten hatten wir am letzten Tag nochmal richtig Power in den Beinen und sind eine starke 8. Etappe gelaufen. Wir konnten uns noch auf Platz 4 in der Gesamtwertung verbessern und als Zieleinlauf-Pose gab es den patentierten Dynafit-Purzelbaum. Es folgten einige Bier auf nüchternen Magen, ein Kneipp-Bad im Dorfbrunnen, Essen, Siegerehrung, Party bis in den frühen Morgen und das beruhigende Gefühl am kommenden Tag nicht um 7 Uhr morgens Vollgas losrennen zu müssen. Danke an alle, die uns unterstützt haben, die uns die Daumen gedrückt haben und sich für und mit uns gefreut haben. Jetzt wirds Zeit, dass der Winter kommt und wir wieder Ski unter den Füßen haben.  Consti & Phips“

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